Sonntag, 11. März 2012

Brigitte lässt die Puppen tanzen!

Sonntagmorgen, Lenaustraße, die Sonne scheint ins Fenster und das Maybachufer ruft zum Joggen. In der Nummer 22, dem Café Myxa lässt uns ein hervorragend grafisch arrangiertes Frühstück gemütlich in den Tag starten.

Der Plan für den heutigen Ausflug steht: Recherchearbeit für neukoellner.net
Wir besuchen das erste und einzige Puppentheatermuseum Berlins in der Karl-Marx-Strasse.


Die Puppenspieler Brigitte und Nikolaus Hein haben in einem ehemaligen Hinterhofatelier ein wahres Erlebnis-Reich erschaffen. Die Augen der beiden strahlen um die Wette, während sie von ihrer Sammlung, den Aufführungen im eigenen Theater, den Puppenbauworkshops, den Taschenlampenführungen und anderen Unternehmungen im Museum berichten.

Heute ist Kindernachmittag. Brigitte hat ihr ganz eigenes Programm zusammengestellt um Kindern (und Erwachsenen!) das Figurentheater näher zu bringen.


Wir lernen, an einem "nackten" Holz-Pinocchio wie er seinen Namen bekommen und laufen gelernt hat; wie er an seine Gelenke und Strippen gekommen ist. Wie nennt man so eine Spielfigur noch? "Marionette!", weiß der kleine Konrad aus der ersten Reihe. "Sehr gut!"

Stühle rücken. Wir wechseln den Blickwinkel. Vor dem Vorhang warten eine Reihe amüsant angezogener und angemalter Stabpuppen auf ihren Einsatz. Das Märchen vom "Teufel mit den 3 Haaren" nimmt vor unseren Augen gestalt an. Brigitte ist in ihrem Element: "Das Glückskind", "der böse König", "der Teufel", "die Großmutter" und "die Prinzessin" leben durch ihre verschiedenen harten, klaren, hohen oder rauhen Stimmen auf. 


Nach einer weiteren 45° Drehung auf unseren Stühlen, gesteht uns ein kochverlassener König, im 200 Jahre alten tschechischen Tischpuppen-Papierkulissen-Theater, dass er gerade versucht hat, Spaghetti in der Waschmaschine zu kochen. Ende der großartigen Vorstellung.

Derweil hat die Pädagogengruppe im Nebenzimmer ihre ersten eigenen Puppen fertiggebaut. Ein Wochenende lang hat es gedauert. Ein Zug aus um die Wette strahlenden Neupuppenspielern betritt den Raum. Der eine hat sein Ebenbild geschaffen, andere sich ein eigenes Glückskind gebastelt oder den Froschkönig aufleben lassen. Am Abend soll ein eigenes Stück dazu enstehen. Wir wünschen viel Spaß.


Denn für uns ist es Zeit für ein anderes "Stück": der Käsekuchen aus Bullys Bakery ruft nach uns. Oder wird es doch der hervorragende Zwiebelblotz zum "Margharete's Dream Tea" sein?

Mehr Hintergrund zur Entstehung, Geschichte des Museums und weitere Exponate gibt es bald auf neukoellner.net!

Montag, 30. Januar 2012

GLÜCKSSONNTAG

Der Sonntagmorgen beginnt mit einem Nachtspaziergang. Restgetränke in der Hand und großartige Restmusik von den auto.matic.music.jungs im Ohr, laufen wir vom Farbfernseher an einem beeindruckenden Schwanstilleben im Landwehrkanal vorbei, nach Hause.

So geht es erst am Nachmittag nach draussen zum Frühstück. Es soll etwas herzhaft-chinesisches geben. Auf Höhe des Kuchenkaffees “Katies Blue Cat” springt dessen Tür auf. Sven, ein lieber Freund aus Hamburger Tagen taucht dahinter auf: “Hey KayJay, ich hab mir grade nen Kaffee bestellt. Komm mit rein!” Ja, die wundervollen Kuchen und Muffinvariationen im Schaufenster hatte ich schon länger beobachtet. Also rein. Trotzdem gab’s statt Kuchen den Bagel mit Lachs, und Gespräche über die gute alte und neue Zeit dazu.

Der neukoellner.net hat uns vorgeschlagen heute das GLÜCK zu suchen: Im KinderKünsteZentrum gibt es eine Austellung dazu. Auf dem Weg begegnen uns die typischen Straßen-Kunstwerke. Die Frage kommt auf, ob Matrazen und andere Gegenstände auf dem Fußweg unverschämt oder Kunst sind. Zumindest das hübsch vor dem roten Barfenster plazierte Gin Tonic Glas, befördert Musik zurück in meinen Kopf und kurz vor unserem Ziel in der Ganghoferstraße, gibt es eine “saubere Abfall-Kunst-Austellung” im Schaufenster zu begutachten.

In den alten Räumen des Museums Neuköllns empfängt uns das GLÜCK in großen Lettern direkt am Eingang. Drumherum werden verschiedenste Glücksbringer und ihre jungen Besitzer vorgestellt. Ausserdem kann man sich als Schornsteinfeger verkleiden. Ob das etwa nachhaltiges Glück bringt? Über den Nachmittag haben sich die Kunstwerke, die die Kinder heute mit der anwesenden Künstlerin gemalt haben, bis in die Toiletten ausgebreitet. Glücksstaub auf dem Boden verteilt sich zwischen einem umfangreichen Farbspektrum an Glücksfarben. Ein paar Kinder sind noch konzentriert am Werk. Keine Chance für die Eltern: Die linke untere Ecke ist noch nicht Violett genug, so können wir nicht gehen!

Die Sonntagsausflüger aber sind mal wieder zum Tatorten und Kochen verabredet und müssen dringend los. Bis zum nächsten mal und viel Glück bis dahin.









Freitag, 27. Januar 2012

MAUERLAUF

Nach langer Pause und großem Arbeitspensum war es wieder an der Zeit für einen entspannten Sonntagsausflug. Freunde aus der fränkischen Heimat waren zu Besuch und wir trafen uns im schnuckligen Café rudimarie am Weichselplatz für ein gediegenes Katerfrühstück: Der Himbeerkuchen schmeckte vortrefflich. 

Nach dem Kaffee ging's über die Lohmühlenbrücke auf ein kleines Stück des Berliner Mauerwegs. Kaum zu glauben, dass die Mauer hier an der Grenze zwischen Treptow und Neukölln mitten durchs Wohngebiet ging, wo langjährige Nachbarn in der Harzer Straße  für Jahrzehnte einfach so getrennt wurden. Uns beschlich etwas Gänsehaut beim Anblick mancher Häuserzeile und verbarrikadierter Hinterhöfe. 

Anschließend knickten wir links ab und besichtigten bei fortgeschrittenem Schmuddelwetter das sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park. Echt monumental, dieses Teil. Später fuhren wir mit der S-Bahn zurück in die Lenaustraße auf einen Durstlöscher ins Myxa. Nach lecker Quiche fielen uns beinahe die Äuglein zu...



Sonntag, 8. Januar 2012

Zurückgelassen 20.12

Auf Berlin kann man sich verlassen: Auch eine Woche nach dem Neujahrssonntag gibt es noch jede Menge Silvesterhinterlassenschafften auf der Strasse zu entdecken. Schau mit!












Dienstag, 18. Oktober 2011

POLIZEIZIRKUS

Neulich sonntags auf der Tempelhofer Freiheit. Die Motorradsportgruppe der Berliner Polizei zieht ihre akrobatische Show ab! Vorhang auf für Männchen in grünen Overalls und ihre motorisierten Stütz- und Hebefiguren. Surreal!